Braunkappe
Stropharia rugoso-annulata

Die Braunkappe ist die kultivierte Form des Rotbraunen Riesenträuschlings. Sie wird von vielen Liebhabern als der Steinpilz unter den Zuchtpilzen angesehen. Ihr nussiges, gelegentlich schwach rettichartiges Aroma erinnert in der Tat etwas an Steinpilze, wenngleich die Intensität des Braunkappengeschmacks niemals die eines Steinpilzes erreichen kann.

die Braunkappe

Ernährungsphysiologisch ist die Braunkappe wegen ihres hohen Niacin-Gehaltes interessant. Das Fleisch der Braunkappe ist weiß, bei älteren Exemplaren im Hutbereich schwach gelblich. Der bis zu 20 cm große Hut ist im Jugendstadium gelbbraun, später kastanienbraun bis dunkelbraun gefärbt. Die Lamellen sind zunächst von grauer Farbe, werden aber mit zunehmendem Alter violett. Der beringte Stiel ist fast weiß und sehr dickfleischig und kann bis 12 cm lang werden.

Die Braunkappe wird heute auf Strohsubstrat kultiviert, ist aber nicht sehr häufig im Handel erhältlich. Da sie nicht zu den Mykorhizapilzen zählt sondern saprophytisch als Destruent auf totem oranischem Material lebt, ist eine Kultur relativ einfach möglich. Sie eignet sich vorzüglich zum Sautieren oder Schmoren, auch in Pilzsuppen oder -saucen kann sie gut verwendet werden. Lediglich zum Trocknen ist sie nicht sonderlich geeignet, da hierbei v.a. ihre Stiele sehr zäh werden. (Florian Battke)


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