NLF Hydrogeologische Verhältnisse
Nitratbelastung Leibnitzer Feld
Ursachen und Hintergründe. Aus der Serie: "Bemerkungen zur Trinkwasserforschung"

Ergründet von Potok 8


3. Hydrogeologische Verhältnisse

Die hydrogeologischen Verhältnisse im Leibnitzer Feld sind heute in den Grundzügen weitgehend bekannt.

Die Mur als Zentralgerinne fungiert als Vorfluter für die in das Leibnitzer Feld einlangenden Oberflächenwässer, namentlich Stiefing, Laßnitz und Sulm. Sie hat ebenso Vorflutfunktion für den größten Teil des Grundwassers im Leibnitzer Feld.

Da die Füllung des gesamten Leibnitzer Feldes aus Lockersedimenten besteht, ist naturgemäß überall mit einem bis zu mehrere Meter mächtigen Grundwasserkörper zu rechnen, welcher die Hohlräume zwischen den Kies- und Sandkörnern ausfüllt. Beobachten kann man diesen Grundwasserkörper in den zahlreichen Brunnen und in den wenigen Bohrungen. Obertags erblicken wir ihn in den Schotterteichen, den Vernässungen entlang der Lahn bei Hart sowie in den Auwäldern.

Die Grundwasserneubildung erfolgt durch in den Boden einsickernde Niederschläge, durch einsickernde Hangabflüsse der tertiären Umrahmung, manchmal durch Infiltration von Murwasser und vermutlich (weil nicht beobachtbar) über Karstverbindungen aus dem Raum Sukdull. Mengenmäßig unbedeutend, aber wegen des Einflusses auf die Grundwasserqualität erwähnenswert, sind die punktuellen Grundwasseranreicherungen durch undichte Senkgruben.

Tieferliegende Grundwasservorkommen sind in den tertiären Schichten zu erwarten, doch kann man hier wegen der vorwiegend feinkörnigen Ausbildung der Sedimente mit meist geringen Ergiebigkeiten rechnen. Beim Bau des Kraftwerkes Lebring wurde durch eine Bohrung ein derartiges Tertiärwasser nachgewiesen. Es war vom Na-HCO3 Typ und veränderte binnen eines Jahres seinen Chemismus in Richtung Murwasser.

 


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