Die Zigarre – ein Kultobjekt?
In den 90ern ist die Zigarre wieder salonfähig geworden. Keine Rede mehr vom dicken, stinkenden Stumpen. Die Zigarre boomt bei den neuen, jungen Feinschmeckergenerationen, zu denen ganz besonders auch weibliche Gourmets zählen.

Die Zigarre nach einem feinen Mahl gilt als entspannend, wohltuend, meist gemeinsam mit einem alten Cognac oder Whisky, rundet sie den kulinarischen Abend ideal ab.

Doch für den vollendeten Genuß will sie gut gelagert sein. Bis zu 15 Jahren lassen sich gute Zigarren ohne Qualitätsverlust lagern. Dazu benötigt man einen Humidor und folgende Punkte, die einzuhalten sind: Temperatur, Feuchtigkeit und Schutz vor Lichteinfall.
Die optimal gelagerte Zigarre erkennen Sie indem sie sie zwischen den Fingern hin und her rollen, und Sie merken gleich, ob sie zu trocken oder gar zu feucht ist.

Ähnlich wie beim Wein ist die konstante Temperatur wichtig. So zwischen 18 und 21 Grad – also Zimmertemperatur – ist ratsam. Die Luftfeuchtigkeit sollte wiederum zwischen 65 und 75 % betragen. Setzen Sie Ihre dicken Dinger nie direktem Lichteinfall aus, Austrocknungsgefahr besteht und die Deckblätter werden unschön. 

All dies erzielen Sie natürlich am besten mit einem Humidor. Die Preise für diese variieren zwischen Einstiegsvarianten um ca. ATS 2.000,-- und reichen bis zu den Luxusausführungen um ca. ATS 30.000,--. Wichtig ist dabei vor dem Kauf die optimale Größe zu bestimmen. Das beste Holz für den Humidor ist das Zedernholz, aber auch Rosenholz oder Mahagoni sind geeignet.

Nehmen Sie Ihre Zigarren auf jeden Fall aus den Verpackungen (Zellophan oder Aluminiumhülsen), da sie sonst im Humidor nicht nachreifen können und ihr Aroma verlieren.

Aufgrund des in Österreich herrschenden Tabakmonopols sind gute Zigarren nur begrenzt erhältlich. Hier eine kleine Auswahl:

  • Punch Punch – wohlfeil, nicht aggressiv
  • Montechristo Nr. 3 – Kleincorona-Klassiker
  • Cohiba Corona Especiales – würzig und rund
  • Hoyo de Monterrey Double Corona – mild, ausgewogen
  • Wall Street Classic Corona – sehr mild, günstig
  • Macanudo Petit Corona Cafe – gute, jamaikanische
Infos finden Sie auch unter: http://www.austria-tabak.at

Zu guter Letzt noch ein Tip des Feinspitz-Teams:
Sollten Sie auf Ihren Reisen nach Amsterdam gelangen, besuchen Sie unbedingt das Haus P.G.C. Hajenus – das Paradies für Kenner. Aber , wenn Sie nicht dem Genuß des Zigarren-Rauchens fröhnen, ist dieses Lokal einen Ausflug wert.

Die monumentale Einrichtung im Art-Deco-Stil wirkt mit ihren Ornamenten so beeindruckend, daß man sich versucht fühlt, sofort die Stimme zu dämpfen. In der Mitte des Lokals befindet sich ein begehbarer Humidor (klimatisierter Raum), indem die schönsten Zigarren aus dem mittelamerikanischen Raum zur Schau gestellt sind. Für Stammkunden stehen sogar hölzerne Schließfächer zur Verfügung. 

Liebhaber erlesener Zigarren und Pfeifentabake können im Foyer die gesamte Vielfalt kennenlernen. Von Zigarillos bis zur Grand Finale: für jede Stunde des Tages bietet Hajenus die passende Eigenproduktion an.
Im hinteren Bereich des geräumigen Lokals befindet sich noch eine Bar, eine umfangreiche Bibliothek mit Büchern zum Thema Rauchen und die sogenannte "Heerenkamer", die für Treffen aller Art reserviert werden kann.
Ein Paradies für Kenner also. (ds)
Infos unter: P.G.C. Hajenus, Rokin 92-96, 1012 KZ Amsterdam, Holland, Tel. +31 20 623 74 94, Fax +31 20 638 72 21


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