Wild
eingesandt von Florian Battke
Wild ist in der feinen Küche seit jeher ein fester Bestandteil. Besonders an Festtagen gehört ein klassischer Rehrücken oder einegeschmorte Hirschkeule zu den beliebtesten Gerichten. Und auch darüber hinaus bieten Feld und Wald das ganze Jahr über ein vielfältiges Angebot an frischem, einheimischen Wild. Da Wild von Natur aus artgerecht aufwächst, sich Futter und Lebensraumselbst wählt, ist das Fleisch von höchstem ernährungsphysiologischem Wert. Das cholesterin- und fettarme Fleisch kann ohne Bedenken wegen enthaltenen Rückständen von Masthilfsmitteln, Medikamenten oder BSE verzehrt werden. Auch ist die radioaktive Belastung des Fleisches als Folge des Reaktorunfalls von Tschernobyl nicht mehr relevant. Frisches heimisches Wild weist auch keinen "typischen Wildgeschmack" auf, der oftmals als Ablehnugsgrund von Wildpret genannt wird. Dieser süßlich-penetrante Hautgout, eigentlich Anzeichen beginnender Verwesung, ist ein Relikt aus vergangenen Tagen, in denen noch keine modernen Kühlungsmethoden vorhanden waren und hat heute bei Wildfleisch überhaupt nichts mehr verloren!

Wild ist natürlich im Wildfachhandel erhältlich, doch sollte man nur in Betrieben seines Vertrauens einkaufen, da häufig aus Osteuropa und Neuseeland importiertes Fleisch in nicht selten minderer Qualitätangeboten wird. Am besten kauft man bei einem Metzger ein, der das Wildvom örtlichen Jäger bezieht, auch wenn man dabei mit schwankendem Angebot rechnen muß. Oder man wendet sich direkt an einen Jäger oder an ein Forstamt. Hier erhält man in der Regel sehr frisches und preisgünstiges Wild, oft aber leider nur ganze Tiere. Wenn man die nötigen Kenntnisse im Zerwirken und Parieren des Fleisches hat, ist dies sicherlich die beste Bezugsquelle.


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